Vor einem Jahr haben wir die durch das Feuerwerk an Silvester verursachte Feinstaubkonzentration und die entsprechenden Auswirkungen auf die städtische Luftqualität in Hamburg analysiert. 2020 war der Verkauf von Raketen und Böllern zu Silvester untersagt. In Hamburg durften auch bereits verkaufte Pyrotechnik nicht abgebrannt werden. Welche Auswirkungen hatte das also auf die Luftqualität im Stadtgebiet?

Silvester 2019 haben unsere Luftqualitätssensoren in Hamburg um Mitternacht herum zeitweise Feinstaubkonzentrationen (PM10) von über 1.600 µg/m3 gemessen – selbst der Stundendurchschnitt lag über 700 µg/m3. Zum Vergleich: Im europäischen Luftqualitätsindex liegen alle Werte über 180 µg/m3 in der schlechtesten Kategorie. Der gesetzliche Grenzwert für den Stundendurchschnitt liegt für Feinstaub PM10 bei 50 µg/m3.

Silvester 2020 hingegen waren kaum Ausschläge bei den Messwerten zu erkennen. Das Böllerverbot hatte damit neben dem Schutz vor der Corona-Pandemie auch gleichzeitig einen positiven Umwelteffekt.

Feinstaubkonzentration an Silvester 2019 und 2020 in Hamburg im Vergleich

Feinstaubkonzentration an Silvester 2019 und 2020 in Hamburg im Vergleich