Kundenreferenz: NABU Hamburg

Kunde:

NABU Hamburg e.V.

Sektor:

NGO / Umweltschutzverband

Projektdauer:

2+ Jahre

Projekttyp:

Gemeinnütziges Luftmessnetz

Herausforderung:

Aufbau eines Luftmessnetzes entlang der nördlichen Elbkante, um Transparenz für die Bevölkerung herzustellen und Probleme sichtbar zu machen

Ergebnis:

Erhöhung der Transparenz über schiffs- und hafenbedingte Immissionen, Herstellung einer belastbaren Datengrundlage zur Bewertung der Luftqualität in den Wohnvierteln am Hamburger Hafen

„Mit unserer Arbeit zu Schifffahrt und Hafen, haben wir eine breite Öffentlichkeit erreicht und viele neue Mitstreiter gewonnen. Das Luftschadstoffmessnetz hat dabei sehr geholfen. In Hamburg wurden in letzter Zeit wegweisende politische Entscheidungen getroffen, um die Luftschadstoffbelastung aus dem Hafen zu mindern. Dies geht nicht zuletzt auch auf unsere Arbeit zurück.“  – Malte Siegert, 1. Vorsitzender des NABU Hamburg

PROJEKTKONTEXT

Der Hafen und die Schifffahrt tragen maßgeblich zur Luftschadstoffbelastung in Hamburg bei. Der NABU Hamburg arbeitet daher seit vielen Jahren im Bereich der Schiffsemissionen und hat immer wieder kurze Messungen durchgeführt. Vom Hamburger Hafenrand hat der Umweltschutzverband sehr häufig Zuschriften von Anwohnerinnen und Anwohnern erhalten, die sich über schlechte Luft und Gestank beklagt haben. Das städtische Messnetz hat entlang der Elbe und in den anliegenden Wohnquartieren große Lücken.

Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wollte der NABU daher ein Messnetz zur Erfassung der Luftqualität aufbauen. Damit will der NABU Hamburg das Problem sichtbar machen: „Der Luftschadstoffausstoß auf dem Wasser ist vergleichsweise lax reguliert. Schiffe dürfen minderwertige Kraftstoffe verbrennen und sind nicht angehalten, Katalysatoren oder Partikelfilter zu verwenden.“

PROJEKTZIELE

Neben der reinen Erkenntnis über den Grad der Luftschadstoffbelastung geht es dem NABU darum, Aufmerksamkeit für die Lage zu erzeugen. So sollen zum einen die Anwohnerinnen und Anwohner, zum anderen aber auch die politisch Verantwortlichen für die Problemlage sensibilisiert werden.

PROJEKTERGEBNISSE

Insbesondere die Belastung mit Stickstoffdioxid ist in den Wohnvierteln am Hafen deutlich höher als in anderen Räumen der Stadt. Neben der hohen dauerhaften Belastung hat das Messnetz im Abgleich mit Wind- und Schiffsbewegungsdaten gezeigt, dass Schiffe einzelne extrem hohe Luftschadstoffkonzentrationen verursachen, die etwa im Straßenverkehr nicht stattfinden.

Mit den Ergebnissen des Projektes in Zusammenarbeit mit Breeze Technologies hat der NABU die breite Öffentlichkeit erreicht. Es wurde in mehreren regionalen und überregionalen Bild- und Textmedien über den NABU Hamburg und das Projekt berichtet.

In Hamburg wurden in dieser Zeit wegweisende politische Entscheidungen getroffen, um die Luftschadstoffbelastung aus dem Hafen zu mindern.

PUBLIKATIONEN

Bürger-Luftmessnetz entlang der Elbe – Projektwebsite (NABU Hamburg)

Video: Luftmessnetz am Hafenrand – NABU Hamburg (NABU Hamburg, 06.07.2020)

Bürger sollen Luft am Hafen messen (Kieler Nachrichten, 23.10.2018)

NABU nimmt Luftmessnetz am Hamburger Hafenrand in Betrieb (Süddeutsche Zeitung, 02.04.2019)

Naturschutzbund misst Luft-Schadstoffe an der Elbe (Die Welt, 05.04.2019)

Nabu nimmt eigenes Luftmessnetz in Betrieb (Hamburger Abendblatt, 05.04.2019)

Stinker im Hafen: Jetzt messen die Bürger selbst (SHZ, 05.04.2019)

NABU Luftmessnetz für den Hamburger Hafenrand (Ökumenisches Forum Hafencity, April 2019)

Schlechte Luft am Hafenrand – NABU präsentiert Ergebnisse des eigenen Luftmessnetzes (lifePR, 07.07.2020)

„Besorgniserregende Daten“ Nabu warnt vor Luftbelastung – und kritisiert Hamburg (Hamburger Morgenpost, 07.07.2020)

Der Hafen dieselt vor sich hin (taz, 08.07.2020)

Auch in den Nachrichten u.a. bei: NDR Aktuell („Schlechte Luft in der Hafencity“), NDR Hamburg Nachrichten („NABU nimmt Luftmessnetz im Hafen in Betrieb“), Sat1 Regional, RTL Nord Hamburg, Hamburg 1 („NABU installiert neues Luftmessnetz“)